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Mechanismen des biologischen Alterns und deren Beeinflussung

Jeden Tag häufen sich in unserem Körper etwa 1.000.000.000.000.000.000.000 DNA-Schäden an, die jedoch durch wunderbare körpereigene DNA-Reparaturprozesse auf effiziente und beeindruckende Weise ausgeglichen werden können – eine davon ist die Autophagie. Prof. Dr. Jörg Bergemann hat diese Prozesse bei unserem Qualitätszirkel am 28. März 2023 in Mainz genauer beleuchtet. Dr. Michaela Detzel untermauerte die Beobachtungen der Wissenschaft mit ihren Erfahrungen aus der Praxis als Heilpraktikerin.

 

 
Neueste Forschungsmethoden ermöglichen es, die Fähigkeit des Körpers, die DNA zu reparieren, zu messen. So zeigen aktuelle Studien, dass eine Kalorienrestriktion nach der F.X. Mayr Fasten-Therapie eine positive Auswirkung auf die DNA-Reparaturkapazität beim Menschen haben kann. Außerdem gibt es gewisse natürliche Substanzen, die die positiven Effekte einer Kalorienrestriktion ersetzen oder unterstützen können, sogenannte Kalorienrestriktionsmimetika. Ein solches Molekül ist Spermidin, das vielfältige positive Wirkungen hat. Prof. Dr. Bergemann bezeichnete es als einen Alleskönner:

„Spermidin ist ein Alleskönner“

Es stimuliert die Autophagie, verbessert die mitochondriale Funktion, wirkt sich auf epigenetische Prozesse aus. So belegen wissenschaftliche Studien positive Auswirkungen von Spermidin auf die allgemeine Gesundheit: Es verringert das Mortalitätsrisiko, wirkt der Demenz entgegen, schützt vor kardiovaskulären Erkrankungen und verringert die Viruslast bei einer Infektion durch Stimulation der Autophagie.

In seinem Vortrag machte Bergemann deutlich, dass Altern ein durchaus komplexer Prozess ist, der von verschiedenen molekularen Faktoren beeinflusst wird, darunter auch die Verkürzung der Telomere. Telomere sind die Enden der linearen Chromosomen, also der X- und Y- förmigen DNA-Strukturen in unseren Zellen. Bei jeder Zellteilung werden die Telomere kürzer, und wenn die Telomerlänge eine kritische Länge erreicht hat, teilt sich die entsprechende Zelle nicht mehr. Prof. Bergemann konnte in Studien, die er eigens an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen durchführte, eine schützende Wirkung von Spermidin auf die Telomerlängen feststellen.

 

Aus der Praxis, für die Praxis

Dr. Michaela Detzel, Mitglied unseres Experten-Rats, berichtete im zweiten Vortrag von ihren persönlichen Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit geistigem Erschöpfungssyndrom mit Hilfe der Autophagie. In ihrer Praxis führte sie einen Anwendungstest mit Spermidin durch, in dem sie durchweg positive Ergebnisse erzielte.
 
Ihr neues ganzheitliches Behandlungskonzept aus Anamnese, Diagnostik und Behandlung mit biogenen Aminen sowie weiteren Begleitmaßnahmen für eine stressärmere Ernährung und Lebensweise rief großes Interesse bei den teilnehmenden Heilpraktikern und Therapeuten hervor.
In einer ausführlichen Fragerunde konnte sie weitere Erfahrungen und Tipps mit ihren Kollegen teilen.
 
In beiden Vorträgen wurde deutlich, dass der menschliche Körper ein wahres „Reparaturwunder“ ist und die Autophagie einen großen Einfluss auf die Zellgesundheit hat.

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